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Ohne Kabel, ohne Monitor – Forscher bauen das Büro der Zukunft


Eine Glasscheibe an der Wand, ein Glastisch als Arbeitsfläche und eine Kamera über dem Kopf – mehr ist nicht notwendig, um im Büro der Zukunft zu arbeiten.

Nicht ganz. Denn während auf der Glaswand wie auf einem Monitor digitale Inhalte erscheinen, der Mitarbeiter nur mit der Hand diese von Ordner zu Ordner verschiebt und mit einer digitalen Tastatur auf dem Glastisch schreibt, ist er umgeben von einer Cyber-Cloud, einer Wolke aus IT, Software und Daten. Cyber-physikalische Systeme (cyber physical systems) nennen es die Experten, wenn dass Büro der Zukunft ganz ohne Kabel und Geräte auskommt. Darin ist die Software praktisch überall und zu jederzeit. Sie verbindet den Arbeitsplatz im Büro mit dem Handy, dem Laptop sogar mit Büros auf der ganzen Welt. „Eine Sache, die überall verfügbar ist und den Menschen unterstützt“, sagt Uwe Aßmann, Professor für Softwaretechnologie an der TU Dresden.

Lateinisch heißt das „Res Ubique“ – genau wie das neue IT-Lab, dass an der TU Dresden gerade entsteht. Darin forschen 19 Wissenschaftler in den nächsten drei Jahren an der Umsetzung von cyber-physikalischen Systemen. Die werden nicht nur im Büro der Zukunft eingesetzt. Sie können auch helfen, Häuser und Fabriken effizienter zu steuern, Unfälle im dichten Verkehr zu vermeiden oder zwischen mehreren Fahrzeugen auf der Autobahn zu kommunizieren. 4,5 Millionen Euro investiert das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in das Vorhaben. Das Ziel der TU-Forscher: in drei Jahren wollen sie ein funktionsfähiges Büro der Zukunft bauen. In drei Gruppen arbeiten sie an Sicherheitsfragen, Benutzerschnittstellen und der eigentlichen Software-Wolke.

Damit beweist die TU Dresden, dass IT und Softwareforschung an der Hochschule groß geschrieben werden. „Dresden hinkt als Software-Region im europäischen Vergleich immer noch hinterher“, sagt Uwe Aßmann, Sprecher des neuen Labs „Centrum Res Ubique“. So gibt es in Karlsruhe 35000 Arbeitsplätze im Software-Sektor. Dresden zählt nur 6500 – doch die Tendenz ist steigend. Jedes Jahr kommen 300 bis 500 Arbeitsplätze hinzu. „Das reicht noch nicht“, sagt er, „daher ist unsere Forschung enorm wichtig.“ Denn von den neuen Erkenntnissen profitiert auch die ansässige Chip-Industrie, weil die cyber-physikalischen Systeme neue Märkte für Dresdner Chips schaffen.

Am 6. und 7. Dezember stellt sich die deutsche IT-Branche auf dem nationalen IT-Gipfel mit Trends, Neuheiten und Zukunftsvisionen im Congress-Center Dresden vor. Cyber-physikalische Systeme werden dann ein Schwerpunkt der vorgestellten zukünftigen Forschungsfelder sein. Die Arbeit von Dresdner Hard- und Software-Spezialisten aus der TU Dresden sowie ansässigen Firmen und Forschungsinstituten ist mit einem eigenen Präsentationsstand und einer eigenen Arbeitsgruppe vertreten. „Sachsen hat großes Potenzial, um in der europaweiten IT-Branche mitzumischen“, sagt Uwe Aßmann, „und dafür forschen wir.“

Der 5. IT Gipfel Deutschland findet am Abend des 6. Dezember im Albertinum und am 7. Dezember im Internationalen Congress Center Dresden statt.

Links:
http://resubique.inf.tu-dresden.de



[asisa, 03.12.2010]


 


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